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Unterstützung interdisziplinärer Kooperation in Sozialer Arbeit

Ich habe jahrelang in der ambulanten Erziehungshilfe gearbeitet. Dort habe ich 2007 ein Pilotprojekt zur internet-gestützten fallbezogenen Kooperation verschiedener Professionen und Organisationen durchgeführt.

Ein Weblog ist ein Werkzeug, das es Nutzern ermöglicht, sich untereinander auszutauschen und Inhalte einzeln oder in Gemeinschaft zu gestalten. Für Akteure Sozialer Arbeit ist das Web 2.0 ein Kommunikationsmedium allererster Güte: Zur Informationssuche, zur Kommunikation und Kooperation innerhalb der Organisation, mit professions- und einrichtungsübergreifenden Partnern und mit den Adressaten, etc.

Das Pilotprojekt

Eine ambulante Erziehungshilfe wurde eingerichtet; für einen „verhaltensauffälligen“ Grundschüler einer Förderschule für Hörgeschädigte. Hilfebeteiligte waren:

  • Die Familie (Vater, Mutter, Kind)
  • Ein Erziehungshelfer
  • Ein Vertreter des Trägers der Erziehungshilfe
  • Mitarbeitende des Jugendamtes,

aber auch

  • Der Klassenlehrer
  • Die Schulleiterin
  • Drei Mitarbeitende der offenen Ganztagsschule
  • Ein Ergotherapeut
  • Zwei Mitarbeitende (Arzt und Psychologe) einer kinder- und jugendpsychiatrischen Praxis

Mit dem Einverständnis der Adressaten habe ich ein Blog (ein Web-Logbuch, Tagebuch, Journal) angelegt, durch Schutz (Benutzername und Passwort) im Zugang auf die oben genannten Personen begrenzt.

Teilnehmende des Blogs konnten andere Hilfebeteiligte ohne großen Aufwand über Neuigkeiten informieren, um Hilfe und Unterstützung bitten, Anregungen machen, von Erfahrungen berichten, Wichtiges dokumentieren, Befürchtungen äußern, Ziele vereinbaren, sich aufeinander beziehen, etc. Sie standen in einem ständigen Diskurs.

Ergebnisse des Pilotprojekts

  • Viele Dinge lassen sich im Blog besprechen, was sonst nur in schwierig zu organisierenden, seltenen, teuren und aufwendigen Konferenzen möglich wäre
  • Mit einfachen Mitteln ist eine Möglichkeit zu kollegialer Beratung geschaffen
  • Die Mitwirkung der Adressaten, die Einbindung in die Hilfe und die aktive Teilnahme am erzieherischen Entscheidungsprozess wird verbessert
  • Die Arbeit aller an der Hilfe Beteiligten wird transparenter – insbesondere die Arbeit der Akteure für die Adressaten (Durchschaubarkeit institutioneller und professioneller Entscheidungen)
  • Der gemeinsame Aushandlungsprozess der Hilfe wird manifest und zu einem Instrument der (Prozess-) Qualitätsentwicklung

Siehe auch: search?q=.&btnI=lucky

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